Bildung

Bildung findet nicht nur in Schule und Hochschule statt. Wir Menschen sind in der Lage, unser ganzes Leben immer wieder Neues zu erlernen und zu erfahren.

Die SPD ist die Bildungspartei. Wir stehen für die Chancengleichheit aller Bürgerinnen und Bürger in unserem Land. Für mich bedeutet das, dass jeder Mensch nach seinen Möglichkeiten das optimale Ziel erreichen kann.
 

Im Kitabereich

  • Möglichst frühe Förderung im Kindergarten und Kitabereich, insbesondere mit einem Augenmerk auf die Sprachförderung und auf die Vermittlung erster mathematischer Kenntnisse.
  • Erzieherinnen und Erzieher sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Ausbildung in einem dualen System, ähnlich der Ausbildung im Gesundheitsbereich, kostenfrei zu absolvieren. Sie sollen danach angemessen entlohnt werden.

 

Im Schulbereich

  • Eine lange gemeinsame Beschulung, über die Grundschulzeit hinaus, ermöglichen: Realschulen plus und besonders die Integrierten Gesamtschulen in RLP leisten das. Hier muss weiter inhaltlich an Konzepten der Binnendifferenzierung und einer sinnvollen äußeren Differenzierung gearbeitet werden. Kolleginnen und Kollegen muss dafür Zeit gelassen werden. Pädagogische Fachkräfte, Sozialarbeiter und Psychologen sollen noch intensiver in die Arbeit der Schulen eingebunden, die Personalstärke auf Dauer weiter erhöht werden.
  • Bei einem Ende des Kooperationsverbotes von Bund und Land wäre es möglich, die Inklusion in Schulen endlich entscheidend voran zu treiben. Die Integrationshelferinnen und Integrationshelfer der Schülerinnen und Schüler müssen auch pädagogisch fest in die Teams eingebunden werden. Zurzeit ist das nicht möglich und sorgt für unnötige Reibungsverluste zulasten der Kinder.
  • Die Ganztagsschule muss qualitativ weiter ausgebaut werden. Das Erfolgsmodell wird weiterhin stark nachgefragt, der Weg der Freiwilligkeit bleibt richtig. Die rhythmisierte Form der GTS, besonders an Grundschulen, ist der pädagogisch sinnvollste Weg einer ganztägigen Beschulung, dies verstärkt zu fördern ist ebenso eines meiner Ziele.

 

Im Hochschulbereich

  • Mehr Mut zu weniger Spezialisierung. Die Universität darf und muss die Aufgabe haben, Akademikerinnen und Akademiker ganzheitlich ausbilden zu dürfen. Der "Bolognaprozess" ist in vielen Teilen gut verlaufen, aber nun ist es an der Zeit, mehr Luft an die Planungen des Hochschulpersonals zu lassen. Die Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sehen sich einer immens gestiegenen Arbeitsdichte, besonders auch im Verwaltungsbereich gegenüber gestellt, es ist wichtig Forschende in ihrer Arbeit genügend Raum offen zu halten.
  • Befristete Beschäftigungsverhältnisse an Universitäten und anderen Hochschulen sind oft im Beschäftigungsgrund motiviert. Es muss aber stärker überprüft werden, ob diese Beschäftigungsgründe tatsächlich eine Befristung zulassen. Grundsätzlich sind unbefristete Verträge anzustreben.
  • Die Universitäten und Hochschulen sind in RLP auch für Studierende ohne Abitur weiter geöffnet worden. Dieses Erfolgsmodell möchte ich weiter unterstützen. Es ist ein wichtiger Baustein lebenslangen Lernens.

 

Die Berufsausbildung

  • Unsere duale Ausbildung genießt weltweite Anerkennung. In der Berufsorientierung in den allgemeinbildenden Schulen wird darauf hingearbeitet, den Schülerinnen und Schülern die Vielfalt der Ausbildungsberufe näher zu bringen und ihren Blick für diesen Lernweg zu schärfen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass auch Schülerinnen und Schüler mit Berufsreife oder Förderabschluss eine Chance zur betrieblichen Ausbildung bekommen. Dafür müssen Betriebe in Zusammenarbeit mit den Kammern effektiv aufgeklärt und beim Übergang unterstützt werden. Einige Projekte gibt es in diesem Bereich schon, hier müssen wir weiter institutionalisieren.
  • Der Meister ist ein schützenswerter Titel, der unser Handwerk zu dem gemacht hat, was es ist. Der Weg dorthin ist durch Meister-BaföG und andere Hilfemöglichkeiten bereits erleichtert worden. Auch hier möchte ich mich für eine Intensivierung dieser Bemühungen einsetzen.

Bildung ist nicht nur ökonomischer Verwertbarkeit unterworfen. Ein Mensch, der sich nicht nach seinen Fähigkeiten entwickeln durfte, wird in seinem ganzen Leben mit Unzufriedenheit zu kämpfen haben. Fühlen sich ganze Gruppen abgehangen, dann kann das zu ernsthaften gesellschaftlichen Auseinandersetzungen führen. Sich selbst als wichtigen Teil unserer Gemeinschaft empfinden, das schafft Frieden für alle.  

 

 

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